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Frauen schlagen Weinsberg knapp

F-BL: TSG – TSV Weinsberg

Endergebnis: 19 : 18

Halbzeit: 8:9

Für die TSG spielten: Nurgül Turan, Esther Grimminger (beide Tor), Carolin Flinner, Britta Kriegel (6), Charlotte Schöllhammer (1), Maren Schölkopf, Andrijana Ristanoski, Rebecca Meyer (6/2), Helena Obermeier (3), Deborah Hörrmann, Alissa Strauss (1), Celine Eichhorn (2), Amy Gehrke, Mara Bauer

Am Samstag gastierte der TSV Weinsberg in der Schenkenseehalle. Das Hinspiel gewannen die Weinsberger mit sechs Toren, allerdings geriet das Ergebnis im Oktober völlig zur Nebensache, nachdem sich Melda Useinov das Kreuzband riss und Helena Obermeier sich beide Handgelenke brach. 

Letztere feierte ausgerechnet gegen Weinsberg ihr Comeback und war von Minute 1 an absolut motiviert und voll drin im Spiel. Nach knapp drei Minuten sorgte sie per Konter für den 1:1 Ausgleich und holte zudem in den ersten zehn Minuten zwei Zeitstrafen und zwei Siebenmeter heraus. Trotz schon vier Minuten in Überzahl in den ersten 12 Minuten konnte die TSG daraus keinen großen Profit schlagen und es blieb ein enges, torarmes Spiel. Die Haller Abwehr um die starke Torhüterin Esther Grimminger stand gewohnt gut. Am Angriff haperte es aber auch zu oft, sodass es mit nur acht geworfenen Toren in die Pause ging. 

Die erste Viertelstunde nach der Pause machte dort weiter, wo die erste Halbzeit aufgehört hat. In der 44. Minute erhöhte Weinsberg durch die Linksaußen Jessica Schüller auf 13:15. Ob das schon so etwas wie die Vorentscheidung in diesem torarmen Spiel sein sollte?

Absolut nicht! Das Haller Trainer-Duo Saskia Pfitzer und Johannes Schlotter nahm eine Auszeit und die zeigte Wirkung. Das Haller Angriffsspiel war auf einmal deutlich besser und binnen sieben Minuten gelangen der TSG sechs Tore. Britta Kriegel erhöhte in der 53. Minute auf 19:17. Das Momentum lag nun klar auf Seite der Haller. Doch ein weiteres Tor wollte der TSG an diesem Abend nicht mehr gelingen. Stattdessen konnte Weinsberg auf 19:18 zu verkürzen und kam 30 Sekunden vor Ende nochmal in Ballbesitz. Gäste-Coach Achim Matje bat 21 Sekunden vor Ende nochmal zur Auszeit, ging All-in und brachte für die Torhüterin eine siebte Feldspielerin. 11 Sekunden vor Abpfiff kamen die Gäste zum Wurf, knapp daneben. Doch anstatt die verbliebenen Sekunden entspannt von der Uhr ticken zu lassen, versuchte Esther Grimminger mit einem Wurf ins leere Tor, alles klar zu machen. Doch nach dem Aufsetzer wurde der Ball höher und höher und ging anschließend nach Berührung der Latte ins Toraus. So kam Weinsberg nochmal in Ballbesitz und warf mit der Schlusssirene knapp am Tor vorbei. Der Haller Sieg war perfekt!

Wie sich nach Abpfiff herausstellte, hätte der Weinsberger Ausgleich allerdings nicht gezählt, da der Abwurf nach Esther Grimmingers Wurf von einer Feldspielerin ausgeführt wurde. Korrekterweise hätte die Torhüterin wieder aufs Feld kommen und den Abwurf ausführen müssen.

Somit machten die Haller Frauen einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt. In den kommenden beiden Spielen geht es auswärts gegen den Tabellendritten TB Richen und zu Hause gegen den ungeschlagenen Tabellenführer SG Heuchelberg.